ACHT TRICKS, DIE WIRKLICH HELFEN

Urlaub vom Smartphone

von Redaktion

Ein Safe fürs Smartphone.

Der gute alte iPod.

Auch in der Ferne immer am Handy: ist das dann überhaupt echter Urlaub? © Freepik

Das lässt sich sogar wissenschaftlich erklären: Wer auch im Liegestuhl ständig E-Mails prüft oder durch Nachrichten wischt, verhindert die Absenkung des Cortisolspiegels. Damit bleibt das Gehirn in Alarmbereitschaft. Zudem erschwert die digitale Dauerberieselung die Bildung tiefer Gedächtnisspuren: Man erinnert sich nach dem Urlaub kaum an Momente, die nur durch die Kameralinse oder nebenbei beim Scrollen erlebt wurden. Aber wie gelingt der Offline-Urlaub? Wir verraten acht Tricks für maximale Entschleunigung.

Graustufen-Trick: Den Smartphone-Bildschirm konsequent auf Schwarz-Weiß umstellen. Farbige App-Symbole und rote Benachrichtigungspunkte triggern das Belohnungszentrum im Gehirn. Auf einem grauen Bildschirm wirken Instagram & Co. plötzlich so aufregend wie das Telefonbuch von 1994.

Analoger Ersatz: Das Smartphone dient oft als Werkzeug für Uhrzeit, Fotos, Notizen oder Musik. Das alles klappt aber auch anders: mit einer Armbanduhr, einer Kompaktkamera, einem Papier-Notizbuch oder dem guten alten iPod aus der Schublade.

Zeitschloss-Tresor: Wenn die Willenskraft versagt, hilft ein Kästchen mit Zeitschaltuhr wie der „Kitchen Safe“. Solche kleinen Tresore gibt es zum Beispiel bei Amazon schon ab 30 Euro. Die Handys werden morgens für vier bis sechs Stunden eingeschlossen. Ist die Box zu, verschwindet die Versuchung, der Kopf entspannt.

Kinder ohne Handys: Dem Nachwuchs im Urlaub das Smartphone zu verbieten, erzeugt nur Dauerfehden. Alternative sind fixe Nutzungszeiten wie 30 Minuten am Tag. Die gibt es aber nur, wenn die Kids Urlaubs-Aufgaben erledigen – wie das Bestellen von Eis in der Landessprache oder das Finden der schönsten Muschel. Wenn die Kinder per Handy miteinander reden wollen, sind Walkie-Talkies eine spannende Alternative. Zweier-Sets gibt es ab 20 Euro.

Digitale Mautstelle: Im Ferienhaus oder Hotelzimmer wird ein fester „Parkplatz“ für alle Mobilgeräte etabliert – weit weg von Liegestuhl, Esstisch und Bett. Wer ein Handy benutzen will, muss aufstehen, hingehen und es im Stehen bedienen. Das ist unbequem und macht keinen Spaß.

Analoge Schnitzeljagd: Kinder greifen im Urlaub oft zum Handy, weil ihnen die gewohnte Reizdichte fehlt. Eine Idee: Die Familie wird zu Entdeckern. Den Kindern wird die Navigation per Kompass und Papierkarte übergeben. Wer den Weg zur versteckten Bucht dank eigener Orientierung findet, erlebt ein Abenteuer, spannender als jede App.

Notfall-Vereinbarungen: Die Angst, etwas Dringendes zu verpassen („FOMO“), blockiert die tiefe Entspannung. Abhilfe schafft eine glasklare Notfall-Kette: Im Büro und bei Verwandten wird kommuniziert, dass Erreichbarkeit nur bei echten Notfällen per SMS oder Anruf besteht. Datenverbindungen bleiben tabu. So will man nicht ständig nach dem Rechten schauen.

Handy-Freizeit: Die erste Stunde nach dem Aufstehen, alle Mahlzeiten und Strandspaziergänge werden zu Sperrbezirken für Bildschirme erklärt. Solche analogen „Inseln“ mit Meerblick, Kaffee und Ruhe sorgen für das Gefühl von wahrer Urlaubsfreiheit.

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