Viele tote Zonen in der Ostsee

von Redaktion

Greenpeace untersucht die Ostsee. © Fazry Ismail/EPA

Hamburg – Die Ostsee leidet laut Greenpeace massiv unter Überdüngung. An vielen Stellen seien tote Zonen zu finden, in denen weder Fische noch Pflanzen überleben können, teilte die Umweltschutzorganisation in Kiel mit. Das bestätigten erste Ergebnisse einer viertägigen Schiffstour. Verantwortlich sei die intensive Landwirtschaft, vor allem die industrielle Tierhaltung.

Greenpeace arbeitet nach eigenen Angaben für die Tour vor der Küste Schleswig-Holsteins mit der Crew des Forschungsseglers „Malizia Explorer“ von Berufs-Segler Boris Herrmann zusammen. Laut Greenpeace sind mehr als 90 Prozent der Ostsee überdüngt. Greenpeace misst in den Küstengewässern der Flensburger und Eckernförder Bucht den Sauerstoffgehalt des Meeres. Werte unter vier Milligramm pro Liter setzten viele Meeresbewohner unter Stress. Sinke die Menge gelösten Sauerstoffs im Wasser auf unter zwei Milligramm pro Liter, können tote Zonen entstehen. Ein Roboter dokumentiere den Meeresboden, Taucherinnen und Taucher würden den tier- und pflanzenlosen Grund filmen.

Artikel 7 von 11