Bietet Schutz: ein Sonnenhut. © Foto: Uniklinik Augsburg
„Die Folgen von Hitze sind längst in der Lebensrealität vieler Menschen angekommen“, weiß Augsburger Dermatologin Prof. Claudia Traidl-Hoffmann. Allerdings wird UV-Strahlung als Hauptrisikofaktor nach wie vor unterschätzt. Akut kann sie zu einem Sonnenbrand führen, langfristig aber auch Krebs zur Folge haben. Die häufigste Form ist der weiße Hautkrebs. 2024 gab es geschätzt über 23.000 Neuerkrankungen in Bayern, die meisten sind gut behandelbar und bilden kaum Metastasen. Wesentlich gefährlicher ist der schwarze Hautkrebs (Fachbegriff Melanom), der jedoch erfolgreich behandelt werden kann, wenn er rechtzeitig erkannt wird. 2024 wurden in Bayern 4804 Fälle von schwarzem Hautkrebs registriert. Dabei wären viele UV-Schäden vermeidbar. Die in Bayern aufgestellten UV-Index-Tafeln helfen, diese Gefahr sichtbar zu machen. Ferner sind Früherkennungsuntersuchungen auf Hautkrebs sehr wichtig, wenn ein erhöhtes Risiko besteht – etwa bei hellem Hauttyp, vielen Muttermalen oder Sonnenbränden in der Kindheit.