Beim Kochen sollten Sie mit Butter, Schmalz, Sahne und Käse eher sparsam sein. © smarterpix (2)
Ausgewogene Ernährung, etwa mit viel frischem Obst, Gemüse und Nüssen, ist wichtig für Ihre Gesundheit.
Gelnhausen – Falls auch Ihre Cholesterinwerte erhöht sind: Die Deutsche Gesellschaft für Lipidologie (DGFL) mit Sitz in Gelnhausen (Hessen) hat Tipps zusammengestellt, welche Lebensmittel Sie genießen können – und wo Sie sparsam sein sollten. Auch die Zubereitung spielt eine wichtige Rolle.
Obst und Gemüse: Essen Sie mehrmals am Tag frisches Gemüse und Salat (insgesamt bis zu drei Portionen) sowie frisches Obst (bis zu zwei Portionen) und wählen Sie möglichst ballaststoffreiche Sorten aus. Bei Gemüse sind das etwa Brokkoli, Blumen- und Rosenkohl, Rot-, Grün- und Weiß- oder Spitzkohl, Möhren, Fenchel, Zwiebeln, Paprika und Spinat. Auch Kartoffeln enthalten eine gute Portion Ballaststoffe. Beim Obst sind Äpfel, Birnen, Himbeeren und Ananas die ballaststoffreicheren Sorten.
Hülsenfrüchte: Planen Sie regelmäßig Gerichte mit oder aus Hülsenfrüchten, also Soja und andere Bohnen, Linsen und Erbsen, ein.
Vollkorn: Wählen Sie möglichst wenige Weißmehlprodukte aus und bevorzugen Sie dafür Vollkorn (etwa Vollkornbrot, -toast, Müsli mit Haferflocken und Haferkleie ohne Zuckerzusatz).
Pflanzenöl: Geben Sie Pflanzenölen (Oliven-, Lein-, Walnuss- und Rapsöl) den Vorzug vor Fetten tierischer Herkunft.
Wenig verstecktes Fett: Reduzieren Sie sichtbares und verstecktes Fett, indem Sie möglichst fettärmere Käse- und Wurstsorten essen.
Nüsse: Bevorzugen Sie Nüsse aller Art und Mandeln (pur – ohne Zucker-, Schoko- oder Teigmantel und ungesalzen) als Snacks und naschen Sie Süßigkeiten und Knabbereien nur als Kleinigkeiten.
Fleischkonsum reduzieren: Essen Sie nicht täglich Fleisch und Wurst – oder wenn, dann möglichst in kleinen Portionen, damit verringern Sie die Aufnahme an Fett und gesättigten Fettsäuren.
Frittiertes nur als Ausnahme: Essen Sie Frittiertes wie Nuggets und Pommes sowie Blätterteiggebäck und Croissants nur ausnahmsweise.
Fettarm: Bevorzugen Sie wenn, dann fettarme tierische Lebensmittel wie beispielsweise fettarme Wurstsorten (Corned Beef, Aspik-Wurst, Nussschinken, Puten- und Rinderschinken, Kochvorderschinken, Geflügel-Mortadella) und fettarmes Fleisch (Geflügel, Kalb und Wild) sowie fettreduzierten Käse.
Fisch: Planen Sie pro Woche ein bis zwei Portionen fettreichen Fisch ein (Makrele, Hering, Lachs, Sardinen, Thunfisch). Hier ist das Fett günstig, weil es reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren ist.
Kochen: Seien Sie beim Kochen sparsam mit Fetten und Fettreichem wie Butter, Butterschmalz, Schweineschmalz, Schmand, Sahne und Käse. Gemüse und Fisch lassen sich hervorragend (in Folie) dünsten, dämpfen oder grillen, auch manche Fleischstücke sind vom Grill perfekt oder – wie Tafelspitz – ideal zum Kochen. Und beim Würzen lässt sich zum Beispiel mit frischen Kräutern geschickt die Salzmenge reduzieren.
Noch mehr Infos finden Sie unter www.lipid-liga.de.