Fachübergreifende Kompetenz: das Behandlungsteam des neuen LMU-Zentrums. © Steffen Hartmann, LMU Klinikum
München – Menschen mit Gedächtnisproblemen oder Demenz schnell und sicher zu helfen: Dafür hat das LMU Klinikum das neue Zentrum für Kognitive Störungen gegründet. Darin bündeln die Neurologische Klinik und Poliklinik, das Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung und die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ihre Expertise. Je nach Krankheitsbild unterstützen Experten aus Radiologie und Neuroradiologie, Nuklearmedizin sowie Laboratoriumsmedizin das Team. Ein Schwerpunkt des Zentrums: neue Diagnose- und Behandlungsmethoden wie zum Beispiel die Amyloid-Antikörper-Therapie (siehe oben).
„Kognitive Erkrankungen sind oft komplex. Gute Diagnostik und Behandlung gelingen deshalb nur, wenn die beteiligten Fachrichtungen eng zusammenarbeiten“, sagt Prof. Martin Dichgans, Direktor des Instituts für Schlaganfall- und Demenzforschung am LMU Klinikum. „Mit dem neuen Zentrum schaffen wir dafür feste Strukturen und gemeinsame Abläufe, um Patienten mit kognitiven Störungen noch schneller und besser zu versorgen.“ Behandelt werden zum Beispiel Menschen mit Alzheimer-Krankheit, frontotemporaler Demenz, Lewy-Körper-Krankheit, vaskulären kognitiven Störungen oder atypischen Parkinson-Syndromen.