Eine weibliche Rotrückenspinne im Netz. © Scriba/dpa
Sydney – Für ihren Nachwuchs opfern sich die Männchen der australischen Rotrückenspinne schon bei der Paarung auf. Die Weibchen dieser Art, die zu den Schwarzen Witwen gehören, verfügen über ein wirksames Nervengift. Indem das Männchen sich mit Schwung nähert, entgeht es beim ersten Mal den Giftklauen und kann das Weibchen noch ein zweites Mal befruchten. Damit stellt der Spinnenmann sicher, dass seine Gene weiterleben. Dann sticht das Weibchen zu und frisst das Männchen auf. Durch das Gefressenwerden dauert die Verbindung an und mehr Sperma wird übertragen. Zudem ist gesichert, dass das Weibchen satt ist und keine Lust auf weitere Männchen bekommt.
Das Gift der weiblichen Rotrückenspinne ist auch für Menschen gefährlich, unbehandelt kann es sogar zu Lähmungen und Atemnot kommen. Dank eines wirksamen Gegengifts sind Todesfälle heute extrem selten. Die Spinne stammt ursprünglich aus Australien, kommt aber inzwischen auch in Neuseeland und Teilen Asiens vor. Sie ist nicht aggressiv, zu Bissen kommt, es, wenn sich die Spinne bedroht fühlt, weil man ihr unabsichtlich zu nahe kommt oder sie berührt. Die Art baut ihre Nester in Bodennähe.