Heimatlose Mehlschwalben

von Redaktion

Diese Schwalbentürme wurden nicht akzeptiert. © dpa

Biblis – Es handelte sich um die größte Mehlschwalbenkolonie in Hessen: Mehr als 400 Brutpaare nisteten Jahr für Jahr an den vier Kühltürmen des Atomkraftwerks Biblis. Die Kühltürme wurden nach und nach abgerissen, der Energiekonzern RWE baute Ersatznistplätze, die jedoch zu niedrig und zudem verkeimt waren. Die Mehlschwalben nahmen die Vogeltürme nicht an, sondern bauten neue Nester an den noch bestehenden Reaktorgebäuden. Diese sollen jedoch ebenfalls abgerissen werden. Vogel- und Tierschutzverbände fordern den Kreis Bergstraße auf, RWE zur Schwalbenrettung zu verpflichten.

Entscheidend sei nicht die Zahl der bereitgestellten Kunstnester. Die Ersatznistplätze müssen geeignet sein und angenommen werden. Wildtierschutz Deutschland fordert deshalb, die Wiederansiedlung an den noch bestehenden Reaktorgebäuden unverzüglich zu sichern und die Abbruchgenehmigung auszusetzen.

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