Prof. Thomas Skurk Deutsche Diabetes Gesellschaft Technische Universität München © Foto: Dirk Michael Deckbar
Für Entstehung und Verlauf von Diabetes mellitus Typ 2 kommt es nicht so sehr auf das einzelne Kuchenstück zum Kaffeetrinken oder die Chips-Packung vor dem Fernseher an. Wichtig ist, ob diese Lebensmittel in einen gesunden Ernährungsplan eingestreut sind oder ob sie ihn dominieren. Es geht nicht um Verbote, sondern um das richtige Verhältnis. Studien zeigen, dass Menschen, die viel Gemüse, Vollkorn (statt Weißmehl), Hülsenfrüchte und Nüsse konsumieren, seltener an Typ-2-Diabetes erkranken. Entscheidend ist die langfristige Qualität der gesamten Ernährung. Zuckerhaltige Getränke sollten möglichst vermieden werden. Regelmäßig konsumiert führen sie zu schnellen Blutzuckeranstiegen und fördern Gewichtszunahme sowie Insulinresistenz. Wasser und ungesüßte Getränke sind die Alternative. Auch ein hoher Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch ist problematisch. Ein günstiges Ernährungsmuster kann das Risiko für Typ 2 bis zu 40 Prozent senken.