Grausame Fangpraxis: Pazifikstaat stoppt chinesische Fischer

von Redaktion

Sydney – Weil die Besatzung Haien bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten haben soll, haben die Behörden des kleinen Pazifik-Staates Kiribati ein chinesisches Schiff festgesetzt. Wie die Wasserschutzpolizei der Insel-Republik nahe dem US-Bundesstaat Hawaii mitteilte, hatte das Schiff zwar die Genehmigung, in Kiribatis Gewässern zu kreuzen, die Entdeckung von Haiflossen an Bord deute aber auf illegale Fangpraktiken hin.

Haien lebendig die Flossen abzuschneiden und die Haie danach wieder ins Meer zu werfen, ist in weiten Gebieten des Pazifiks untersagt. Wegen der Nachfrage nach Haiflossen in Ost- und Südostasien wird die tierquälerische Fangpraxis weiterhin angewandt. Dieses sogenannte Finning führte laut dem Experten Andrew Chin von der australischen James Cook University in der Vergangenheit zu einem „massiven Rückgang“ der Hai-Bestände.

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