Ein Hörtest schafft Gehör-Klarheit. © smarterpix
Hannover – Gutes Hören ist mehr als Kommunikation – es ist Training fürs Gehirn. Die Lancet-Kommission zählt unbehandelten Hörverlust zu den bedeutendsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Demenz im Alter. Mehrere Studien belegen: Menschen mit Hörverlust, die Hörsysteme tragen, bleiben länger geistig fit als unversorgte Vergleichsgruppen – bei gefährdeten Personen sinkt das Demenzrisiko über mehrere Jahre spürbar. Die Forschung weiß: Wer Hörverlust frühzeitig behandeln lässt, unterstützt seine geistige Fitness im Alter.
Für den Zusammenhang gibt es mehrere Erklärungen. Ein schlecht hörendes Gehirn muss beim Verstehen von Sprache mehr Aufwand betreiben – Kapazitäten, die dann für andere kognitive Aufgaben fehlen. Fehlende akustische Reize können zudem mit Veränderungen im Gehirn einhergehen. Hinzu kommt das soziale Verhalten: Schlechtes Hören führt häufig zu Rückzug und Kontaktverlust – und soziale Isolation gilt als Risikofaktor für Demenz.
Ob und welche Hörsystemversorgung sinnvoll ist, klärt eine Beratung durch qualifizierte Hörakustiker. Die Partnerakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören bieten kostenlose Hörtests an (www.fgh-info.de).