Wird die universale Heilsgeschichte umgangen?

von Redaktion

Zum Beitrag „Die Botschaft der Sterbenden: Bewusst leben!“ (im Blickpunkt):

Nahtoderfahrungen sind ein Grenzbereich menschlichen Lebens, die zu allerlei Spekulationen über das Leben nach dem Tod verleiten. Berichte darüber, wie sie in dem Buch des Autors Franz Alt „Was sie über das Leben verraten“ gesammelt sind, erwecken den Verdacht, dass die universale Heilsgeschichte umgangen werden soll, die sich durch die Menschwerdung der zweiten göttlichen Person in Jesus Christus erfüllte.

Durch seinen Opfertod am Kreuz ist er zum einzigen Mittler und Urheber ewigen Lebens geworden, eingesetzt zum Richter der Lebenden und der Toten (Apg 10,24). Er hat die Heilsinstitution Kirche gegründet, damit das Reich Gottes sich auf der ganzen Welt ausbreite und die Gläubigen durch die Sakramente das ewige Heil erlangen können.

Alts Aussage „Wichtig ist allein die Liebe“ stimmt, aber sie ist zu allgemein. Denn das oberste Gebot ist die Liebe zu Gott, und diesem gleich, die Liebe zum Mitmenschen.

Die persönliche Liebe zu Gott steht also an erster Stelle. Jesus lädt alle Menschen ein, sich mit ihren Schwierigkeiten an ihn zu wenden, er sagt: „Ich werde euch stärken und Linderung verschaffen, habt Mut, ich habe die Welt besiegt“. Wenn Jesus für uns den qualvollen Kreuzestod durchlitten hat, um uns zum ewigen Leben zu verhelfen, dann verdient er unsere ganze Liebe, er sagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“

Die Nahtoderfahrungen zeigen, dass Gott am ewigen Heil eines jeden einzelnen Menschen gelegen ist. Bedingung ist, wie der Autor sagt, dass die Betroffenen ihr Leben ändern, „noch mal einen Lernprozess durchlaufen“.

Denn nicht das ewige Heil zu erlangen, bedeutet, für ewig von der Gemeinschaft mit Gott ausgeschlossen zu sein und dies ewig zu bereuen.

Armin Rieble

Stephanskirchen

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