Erst Regen, jetzt wieder Sonnenschein und Hitze – wenn sich meine tierischen Freunde über das Wetter beklagen, quake ich immer: „Man muss es nehmen, wie es kommt.“ Einige unter uns Tieren sind richtige Meister darin. Ich habe euch schon von den Kamelen geschnattert, die tagelang durch die Wüste trotten. Tagsüber ist es dort extrem heiß, in der Nacht dagegen kalt. Die Kamele kommen mit beidem klar. Sie halten sogar viele Tage aus, ohne Wasser zu trinken. Die Larven des Mehlkäfers sind sogar noch genügsamer. Sie kommen praktisch ohne Wasser aus. Dabei leben sie noch nicht mal in der Wüste. Sie sind gefürchtet, weil sie sich gern über Vorräte wie Getreidekörner oder Mehl hermachen. Wissenschaftler interessieren sich dagegen sehr für die kleinen Überlebenskünstler. Sie haben sogar in einem Experiment herausgefunden, dass die Larven zur Not ganz ohne Wasser überleben können. Dazu haben sie diese mit Kleie gefüttert, die so stark getrocknet war, dass gar kein Restwasser mehr darin war. Die Tiere haben trotzdem überlebt und ihre Körper waren nach dieser trockenen Kost noch nicht mal ausgedörrt. Der Trick der Insekten: Sie nutzen das Wasser, das beim Abbau verschiedener Nährstoffe entsteht. Diesen Effekt machen sich zwar auch Kamele zunutze. Ihnen reicht das aber allein nicht aus – den kleinen Käferlarven offenbar schon. Eure Paula