München – Der bayerische Sommer 2017, zur Welt gekommen am 21. Juni, hat sich in den Jahreskreislauf bestens integriert. Seine Aufgabe, den Menschen im Freistaat den Aufenthalt im Freien so angenehm wie möglich zu gestalten, erfüllt er im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Sonnenanbeter wie Regentänzer brauchten besonders im Juli nicht über ihn zu klagen. Die Einzelleistungen haben der Deutsche Wetterdienst (DWD) in München sowie der Siemens-Blitzdienst (BLIDS) erhoben.
-Die Temperaturen
Der Sommer 2017 fällt durch weitgehend angenehme Temperaturen auf, die ihn bei den Menschen im Freistaat Bayern dem Vernehmen nach durchaus beliebt machen. Mit 18,2 Grad im Mittel war der Juli um anderthalb Grad wärmer als der Durchschnitt seiner Vorgänger. Lobend hervorzuheben sind dabei starke Leistungen in den ersten Juli-Wochen mit Temperaturen über 30 Grad, was auf durchaus vorhandene Motivation schließen lässt. Zu bemängeln ist allerdings eine Schwächephase zum Monatsende hin. Der Temperatursturz auf knapp unter 13 Grad am 25. Juli – tagsüber – sollte Mahnung genug zu maßvolleren Leistungsschwankungen sein. Note: 2
-Die Niederschläge
Mit 137,9 Litern pro Quadratmeter, etwa 20 Prozent mehr als im langfristigen Mittel von 114,5, war der Juli ein vergleichsweise nasser Monat. Dies ist, angesichts der hohen Temperaturen, besonders aus Perspektive der Landwirtschaft wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen. Allerdings deuten einige Ausreißer in Hagel- und Unwetterform auf eine gewisse Unkontrolliertheit hin. Als Negativbeispiel sei ein 30-minütiges Unwetter am Sonntag bei Weilheim genannt, das den Feuerwehren der Region fast zwei Dutzend Einsätze wegen vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume bescherte. Für den August sollte der Sommer mehr Selbstkontrolle an den Tag legen. Note: 3,5
-Der Sonnenschein
Mit rund 220 Sonnenstunden liegt der Sommer 2017 im Juli knapp unter dem langjährigen Mittel von 229 Stunden. Hier gibt es für den August durchaus Luft nach oben, insgesamt ist die Sonnenschein-Leistung aber befriedigend. Note: 3
-Die Gewitter
Mit rund 30 000 Blitzen in diesem Juli lässt der Sommer eine gewisse Neigung zum Jähzorn erkennen – sind es doch gut 7000 mehr als im Jahr 2016. Da dabei jedoch in Bayern wenig Schaden entstand, kann von disziplinarischen Konsequenzen abgesehen werden. Note: 4
-Die Prognose
Die heutigen Temperaturen von bis zu 37 Grad lassen den Eifer erkennen, die Schwächephase von Ende Juli wiedergutzumachen. Dieses Bemühen wird aber wohl in nächtliche Stress-Gewitter ausarten und nicht von Dauer sein: Nach einer hochsommerlichen ersten Augustwoche rechnet der DWD zum Wochenende mit einer Abkühlung auf moderate 20 bis 25 Grad und mehr Regen.
-Abschlussbemerkung
Dem Sommer 2017 ist bislang insgesamt konstruktives Wetterverhalten zu attestieren. Dieses sollte unter Abmilderung der Wetterextreme fortgeführt werden, dann steht einer positiven Abschlussbemerkung und dem Vorrücken in die nächste Jahreszeit nichts im Wege.