Eschelbach – In Eschelbach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm soll eine der größten Hähnchenmasten Bayerns mit 144 600 Tieren entstehen. Das Landratsamt hatte vor zwei Wochen die Betriebserweiterung eines örtlichen Landwirts genehmigt. Doch jetzt will der Markt Wolnzach, zu dem Eschelbach gehört, Klage gegen die Entscheidung des Landratsamtes einlegen, wie Bürgermeister Jens Machold (CSU) gegenüber unserer Zeitung bestätigte.
Dabei geht es aber nicht um ein grundsätzliches Infragestellen der Massentierhaltung, wie Machold betonte. „Das ist nicht der Prüfungsmaßstab.“ Der Streit dreht sich vielmehr um die Straße, die zu dem Mastbetrieb am Rande des 400-Einwohner-Dorfes führt. Diese sei zu eng für den Betriebsverkehr, sagt Machold. Die Lastwagen müssten regelmäßig auf den Gehweg ausweichen, schon jetzt weise der Gehweg Senken auf. Und auch wenn der Betreiber der Ansicht sei, dass es mit der Erweiterung keine Mehrfahrten geben werde, sei die Kommune hier anderer Ansicht. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens habe der Markt Wolnzach bereits drei Mal Einspruch erhoben – dennoch wurde die Genehmigung erteilt. „Wir haben nun zur Fristwahrung Klage eingereicht“, sagt Machold.
Nebeneffekt der Klage könnte sein, dass die noch ausstehende Petition an den Bayerischen Landtag nun doch noch an Gewicht gewinnt. Die Erweiterungs-Gegner hatten kritisiert, dass das Ergebnis der Petition nicht abgewartet wurde. Nach der Sommerpause soll der Umweltausschuss darüber beraten. Danach will Machold entscheiden, wie der Markt Wolnzach weiter vorgehen wird. dg