London – Es war kein gutes Bild, das London da abgab: Mitglieder der britischen Regierung haben am Wochenende ihre Meinungsverschiedenheiten zu Details des EU-Austritts öffentlich ausgetragen. Am Montag folgte nun das Machtwort: Ein Sprecher der urlaubenden britischen Premierministerin Theresa May wies Berichte über eine vorübergehende Beibehaltung der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach dem Brexit zurück. „Die Personenfreizügigkeit wird im März 2019 ein Ende haben.“
Es werde neue Regelungen und ein Registrierungssystem für EU-Einwanderer nach dem EU-Austritt geben, sagte der Sprecher. Über die Details zu spekulieren, wäre ein Fehler. Die Position der Premierministerin dazu habe sich seit ihrer Grundsatzrede zum Brexit im Januar nicht geändert. Eine wie auch immer geartete Übergangslösung für die Zeit nach dem Brexit sei damit nicht ausgeschlossen, hieß es.
Zunächst hatten Medien berichtet, Schatzkanzler Philip Hammond habe sich mit der Forderung durchgesetzt, die Arbeitnehmerfreizügigkeit werde für eine Dauer von mehreren Jahren beibehalten. Kurz darauf war Handelsminister Liam Fox an die Öffentlichkeit gegangen. Eine Fortführung der Personenfreizügigkeit entspreche nicht dem Geist des Brexit-Votums, widersprach er seinem Kabinettskollegen.