München – Die eben zu Ende gehende Woche war ohne Zweifel eine gute für Sarah Steinberg (29): Zunächst feierte die Riemer Galoppertrainerin am vergangenen Sonntag einen Sieg mit Direct Drive am Dallmayr-Renntag – was sich immer gut macht, weil die prestigeträchtige Veranstaltung viele Zuschauer auf die Rennbahn bringt und ein Sieg Aufmerksamkeit garantiert. Unmittelbar darauf gab Sarah Steinbergs wichtigster Besitzer, Hans Gerd Wernicke, bekannt, dass er künftig alle seine Pferde, die unter dem Pseudonym Stall Salzburg laufen, wieder in München von ihr trainieren lässt.
Der Freilassinger Unternehmner hatte seine Galopper lange Jahre komplett in München stationiert, einen Teil jedoch Ende 2015 beim deutschen Spitzentrainer Andreas Wöhler in Gütersloh untergebracht, als Wernicke und Steinbergs Vorgänger Wolfgang Figge ihre Zusammenarbeit beendeten. Racing Manager Harald Schneider zufolge habe Wernicke ohnehin vorgehabt, die Gütersloher Pferde Ende dieses Jahres zurück nach Riem zu holen.
In den Rennstall investierte der Unternehmer viel Geld, um optimale Trainingsbedingungen zu schaffen. Weil „bei den bisher bei Wöhler gestandenen Pferden heuer nicht alles nach Wunsch gelaufen ist“, gleichzeitig „Sarah in München einen tollen Job macht“, sei der Schritt vorgezogen worden, erklärt Schneider.
Die Statistik spricht für die Trainerin: Bei 54 Starts im Ausland erzielte sie acht Siege, 25 Platzierungen und eine Gewinnsumme von knapp 200 000 Euro. Zuletzt gewann die Stute Night Music ein Listenrennen in Mailand und wurde daraufhin für ein Gruppe I-Rennen im britischen York genannt.
Die wenigen Renntage in München boten dagegen kaum Startmöglichkeiten für die Steinberg-Pferde, so der Racing Manager. cw