von Redaktion

Oberammergau – Für rund 60 Badegäste, die sich gestern morgen im Schwimmbad Wellenberg in Oberammergau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) vergnügten, war der Badespaß um 10.20 Uhr vorbei: Wegen eines Chlorgasunfalls musste das Schwimmbad evakuiert werden.

Den Alarm hatte Betriebsleiter Alexander Richter ausgelöst. Weil zunächst unklar war, wie groß der Schaden ist, wurde groß aufgefahren: Sechs Rettungshubschrauber und 100 Einsatzkräfte vom Bayerischen Roten Kreuz waren im Einsatz. Dazu Feuerwehrler. Warum so viele Helfer alarmiert wurden, hat mit der Gefahr des ausgetretenen Stoffes zu tun. „Chlorgas zersetzt die Lunge“, beschrieb Bereitschaftsleiter Hans Steinbrecher die Sorge der Verantwortlichen. Die höchste Alarmstufe wurde ausgelöst, weil man über 25 verletzte Personen befürchtet hatte.

Doch der Unfall erwies sich glücklicherweise später als relativ harmlos. Eine nahezu leere Chlorgasflasche im Technikraum hatte wohl einen Defekt am Ventil. Dadurch war das restliche Gas unter Druck ausgetreten. Als Folge sprang automatisch die Sprenkelanlage an. Dadurch wurde das Chlorgas an den Boden gedrückt und konnte abfließen. Die Verantwortlichen zeigten sich erleichtert, dass das System funktioniert hat.

Um kurz nach 12 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Das Schwimmbad wurde wieder geöffnet. Weder die Badegäste noch die Mitarbeiter im Technikraum sind durch den Chlorgasunfall verletzt worden. Der Großeinsatz hatte sich in eine große Übung verwandelt.  nah

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