Im Jahr 2001 stellte Apple die Musikindustrie für immer auf den Kopf: „Tausend Songs in Deiner Tasche“ versprach Firmengründer Steve Jobs für den ersten iPod mit 5 GB großer Festplatte. Der weiße MP3-Player brachte den Durchbruch für legale Musikdownloads und machte die CD beinahe überflüssig.
Nun ist die Erfolgsgeschichte endgültig vorbei: Mit dem iPod shuffle und dem iPod nano nahm Apple die letzten klassischen iPods aus dem Verkauf. Den Höhepunkt des Erfolgs erlebte der iPod 2008 und 2009 mit jeweils über 50 Millionen verkauften Exemplaren pro Jahr.
Die klassischen weißen Ohrhörer waren an jeder Straßenecke zu sehen. Doch das Ende der Erfolgsgeschichte zeichnete sich schon damals ab. Denn mit dem iPhone hatte Apple seinen MP3-Player selbst kannibalisiert. Die Musik zog um aufs Smartphone. Als einziges Modell bleibt nun der iPod touch (ab 229 Euro) im Angebot, der als eine Art iPhone ohne Telefonfunktion aber kein klassischer iPod ist.
Für Musikfans, die beim Joggen einen winzig kleinen MP3-Player wie den shuffle vermissen, der zuletzt nur 55 Euro kostete, bietet Apple als teure Alternative ab 319 Euro die Watch an, die auch ohne iPhone Musik abspielt. Und langfristig könnten die drahtlosen EarPods-Kopfhörer einen kleinen eingebauten iPod erhalten – und damit Musik ganz ohne Zusatzgerät aufs Ohr bringen.