Hopfenvermarkter: Der 1794 gegründete Mittelständler Barth-Haas aus Nürnberg mit rund 300 Millionen Euro Umsatz ist der größte Hopfenhändler der Welt. Allein seine Pelletieranlage im bayerischen Sankt Johann hat letzte Saison 31 000 Tonnen des Rohstoffs verarbeitet. Das entspricht gut einem Viertel der weltweiten Hopfenernte. Etwa ein Drittel des wichtigsten Geschmacksträgers für Bier wird in der bayerischen Hallertau angebaut.
Biernationen: Beim Gerstensaft selbst ist Deutschland im internationalen Maßstab weit weniger bedeutend. Von den seit Jahren weltweit fast unverändert knapp zwei Milliarden Hektoliter Bierausstoß entfielen voriges Jahr auf deutsche Brauer 95 Millionen Hektoliter. Das war ein Minus von knapp einem Prozent. Damit rangiert Deutschland hinter China, den USA, Brasilien und Mexiko global auf Rang fünf der Biernationen.
Brauereien: Der heimische Markt ist zersplittert. Unter den 40 größten Bierbrauern der Welt sind mit Radeberger, Oettinger & Co acht deutsche Braugruppen, die zusammen aber nur auf 2,8 Prozent Weltmarktanteil kommen. Der weltgrößte Braukonzern Anheuser-Busch InBev aus Belgien, der vor Kurzem mit SAB Miller verschmolzen ist, braut allein rund ein Viertel aller Biere weltweit.