Die Geschäftsführer Jörg Schmadtke (1. FC Köln) und Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund) haben angesichts der Bewegungen in der Ultra-Szene DFB und DFL in die Pflicht genommen. Schmadtke erklärte gegenüber der Rheinischen Post: „So, wie der DFB im Moment vorgeht – mit Bestrafungen, auch in diesen Höhen – werden wir dieses Rad nicht stoppen, sondern es eher antreiben und die Fronten verschärfen.“ Allgemein erkannte der Sportchef des Europa-League-Teilnehmers Köln, „dass sich die Ultra-Gruppierungen bundesweit formieren. Da werden wir Antworten finden müssen. In die gleiche Richtung argumentiert Watzke, Geschäftsführer des Pokalsiegers aus Dortmund: „Die Vorstände der Verbände, also DFB und DFL, sind bei diesem Thema auch gefordert – so wie wir Klub-Verantwortlichen.“
Max Eberl hat sich für eine Verkürzung der Transferperiode ausgesprochen. „Es wäre sinnvoll, wenn das Transferfenster mit dem Saisonstart geschlossen wird. Zum einen, weil die Vereine mit ihren Kadern planen und zum anderen, weil es auch ein Betrug am Fan ist. Denn die Anhänger kaufen sich unter falschen Voraussetzungen eine Dauerkarte oder ein Trikot mit dem Namen ihres Lieblings, der dann kurz darauf noch wechselt“, sagte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach. Derzeit gibt es in Deutschland zwei Transferfenster. Die Wechselperiode im Sommer ist vom 1. Juli bis zum 31. August. Im Winter können zwischen Neujahr und 31. Januar Transfers getätigt werden. Die neue Saison beginnt am 18. August mit der Partie des FC Bayern gegen Leverkusen.
Oranje-Star Wesley Sneijder stürmt künftig für den französischen Topklub OGC Nizza. Details nannte der Verein des früheren Gladbach-Trainers Lucien Favre noch nicht. Sneijder, 33, hatte im vergangenen Monat seinen Vertrag in Istanbul vorzeitig aufgelöst. Mit Galatasaray feierte der Niederländer zwei Meisterschaften und drei Pokalsiege.
Nach schweren Ausschreitungen beim Spiel um den türkischen Supercup drohen sowohl Meister Besiktas Istanbul als auch Pokalsieger Konyaspor drastische Strafen. Bei der Partie, die Konyaspor in Samsun überraschend mit 2:1 (1:0) gewann, hatte ein Unbekannter ein offenes Klappmesser von der Tribüne in Richtung des Besiktas-Stars Ricardo Quaresma geworfen. Bereits zwei Minuten nach dem Anpfiff war das Spiel erstmals unterbrochen worden, weil Gegenstände flogen. Später rannte ein Zuschauer auf den Platz und musste von Ordnern überwältigt werden. Nach dem Abpfiff stürmten hunderte gewaltbereite Zuschauer das Spielfeld. Die Sportzeitung „Fanatik“ sprach von „Tribünen-Terror“.