Marktstart im Oktober

Vollautomatische Zahnbürste

von Redaktion

Zugegeben: Ein wenig gewöhnungsbedürftig sieht die Zahnbürste der Zukunft schon aus. Die Amabrush erinnert eher an eine Beißschiene. Und trotzdem könnte die Erfindung die Zahnpflege verändern. Denn die smarte Bürste mit App-Steuerung, die in Zusammenarbeit mit Zahnärzten aus den USA, Deutschland und Österreich entwickelt wurde, verkürzt das Putzen von den empfohlenen drei Minuten auf zehn Sekunden.

Trotzdem soll die Ama-brush die Zähne besser reinigen als eine klassische Bürste. Im Internet hat die Neuheit aus Kalifornien bereits eine Karriere hingelegt: 50 000 Euro wollten die Entwickler auf der Finanzierungsplattform Kickstarter für den Start der Serienproduktion einsammeln. Anfang August, kurz vor Ende der Kampagne, waren bereits über 2,7 Millionen Euro zusammengekommen.

Die Amabrush ist laut ihrer Erfinder die „erste vollautomatische Zahnbürste der Welt“. Der Anwender muss nichts mehr tun, außer die Schiene auf seine Zähne zu setzen, einen Knopf zu drücken und zehn Sekunden zu warten. Hier liegt ihr Vorteil: Denn sowohl bei der klassischen als auch bei der elektrischen Zahnbürste kann viel schiefgehen – zu viel oder zu wenig Druck, falscher Winkel, zu kurze Putzzeit.

Die Schiene, in die die Bürsten eingelassen sind, vermeidet diese Fehler. Durch die Konstruktion werden sämtliche Zähne gleichzeitig optimal gereinigt. In Zahlen bedeutet das: Jeder Zahn bekommt volle zehn Sekunden Pflege von jeder Seite ab – während es beim normalen dreiminütigen Bürsten laut Statistik nur rund sechs Sekunden pro Zahn sind. Das System besteht aus einem Handstück mit Motor, der vibriert, aus den Mundstücken und aus wiederbefüllbaren Kapseln mit einer Zahnpasta, die etwas flüssiger ist als gewohnt. Das Handstück kann die ganze Familie verwenden, die Mundstücke sind für jeden Nutzer einzeln.

Mit einer App für iOS und Android lässt sich das Putzen individuell einstellen – mit verschiedenen Vibrationsarten zum Beispiel für Zahnfleischmassage oder mit unterschiedlich langen Reinigungsvorgängen.

Die Amabrush soll im Oktober für 199 Euro auf den Markt kommen. Ein Mundstück, das nach drei bis sechs Monaten gewechselt werden muss, kostet sechs Euro. Eine Zahnpastakapsel für drei Euro reicht etwa einen Monat. Ob die Amabrush ein Erfolg wird, ist offen. Doch die Erfinder sind überzeugt: Am klassischen Zähneputzen mit Bürste nagt gewaltig der Zahn der Zeit. J. Heinrich

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