Aktuelle Tipps für Senioren

von Redaktion

Urlaub mit Pflegebedürftigen

Die Pflege eines Angehörigen ist körperlich und mental anstrengend. Klar, dass sich Pflegende in der Ferienzeit nach Erholung sehnen. Aber nicht jeder ist in der Lage, sich eine Zeit lang vertreten zu lassen. Manche Pflegende können nicht abschalten, wenn sie ihren Schützling nicht im Blick haben. Man kann aber auch gemeinsam Urlaub machen, erklärt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Gemeinnützige Reisevermittler helfen bei der Organisation. Manche Ferienanlagen haben sich auf solche „Pflegeferien“ spezialisiert. Dort kann der Pflegende die Verantwortung zeitweise abgeben. Weitere Infos und was die Kasse zahlt, erklärt jede Pflegeberatungsstelle.

Beschwerden in den Beinen können von einem der längsten Nerven des Körpers herrühren: dem Ischias. Er beginnt im Rücken und verläuft bis zu den Füßen. Ist er gereizt, verspüren die Betroffenen starke Schmerzen oder Taubheit in den Beinen, erklärt Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga. Ursache kann zum Beispiel entzündetes Gewebe sein. Damit es nicht noch schlimmer wird, sollten Patienten sich schonen, bis die Schmerzen nachlassen.

Patienten mit Multipler Sklerose (MS) sollten regelmäßig Sport treiben. Dazu rät Prof. Mathias Müller von der Klinik für Neurologie der Stiftung Juliusspital Würzburg in der „Neuen Apotheken Illustrierten“. Acht Wochen Training auf dem Fahrrad–ergometer könnten die Konzentration fördern und das Laufen erleichtern. Außerdem wirkt Bewegung positiv auf die Psyche.

„Ich kann noch anhalten“ – diesen Satz sollten Menschen mit einer empfindlichen Blase vergessen. Denn wer versucht, das Organ zu trainieren, schadet seinem Körper, erklärt der Urologe Reinhold Schaefer von der Uro-GmbH Nordrhein, einem Zusammenschluss von 300 niedergelassenen Urologen. Ein Zurückhalten des Urins kann demnach Schmerzen, Krämpfe und Übelkeit nach sich ziehen und den Nieren schaden.

Wer häufig zur Toilette muss, braucht sich Schaefer zufolge in der Regel keine Sorgen zu machen. „Es gibt Menschen mit einer ,Sextanerblase‘“, sagt er. Normalerweise passen in die weibliche Blase 400 und in die männliche 500 Milliliter Urin. Bei empfindlichen Menschen funkt die Blase bei 200 Millilitern das Gehirn an. Dann sollte man sie auch entleeren. Wer Sorge hat, dass er zu oft auf die Toilette muss, sollte ein Protokoll anfertigen, rät Schaefer. Dort notiert der Patient, wie viel er wann getrunken hat sowie die Uhrzeit und Harnmenge. Die Menge misst man mit einem Messbecher ab. Dann sollte man zum Urologen gehen.

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