Rund 330 000 Arbeitnehmern im bayerischen Einzelhandel steht eine Gehaltserhöhung bevor. Nach monatelangen Tarifverhandlungen einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi bei der vierten Verhandlungsrunde in München, wie der Handelsverband Bayern anschließend mitteilte. Die Gehälter steigen in den nächsten 24 Monaten um 4,3 Prozent, zusätzlich soll es 2018 eine Einmalzahlung von 50 Euro für Vollzeitstellen geben, für Teilzeitbeschäftigte anteilig. Die Arbeitgeber seufzten: „Das erzielte Ergebnis geht bis an die Grenze der Belastbarkeit der Unternehmen“, erklärte Sebastian Strache, Vorsitzender der Tarifkommission des Handelsverbands. Die Arbeitgeber hatten ihr ursprünglich niedrigeres Angebot in den vergangenen Monaten auf Druck der Gewerkschaft mehrfach aufgestockt. Verdi hatte neben höheren Gehältern auch eine Ausdehnung der Tarifbindung auf sämtliche 500 000 Beschäftigten im Einzelhandel gefordert, konnte das aber nicht durchsetzen. Die Gewerkschaft wertete den Abschluss dennoch als Erfolg.
McDonald’s will die Zahl seiner Filialen in China bis 2022 fast verdoppeln. In den kommenden fünf Jahren würden 2000 zusätzliche Restaurants in der Volksrepublik eröffnet, erklärte die US-Fastfoodkette am Dienstag. Derzeit ist McDonald’s in China mit 2500 Filialen vertreten.
Kursverluste des Euro nach starken Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben dem Dax am Dienstag auf die Sprünge geholfen. Der deutsche Leitindex legte am Nachmittag zu und schloss mit einem Plus von 0,28 Prozent bei 12 292,05 Punkten. Damit blieb er aber in seiner jüngsten Handelsspanne zwischen etwa 12 100 und rund 12 300 Punkten. Über der letztgenannten Marke liegen den Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar zufolge nun erst einmal Hürden, nachdem der Dax hier zuletzt mehrfach wieder nach unten gedreht war.
Ein glänzend gelaufenes Paket- und Express-Geschäft sorgte bei den Anlegern der Deutschen Post für gute Laune. Die Aktien des Logistikers stiegen bei 34,78 Euro auf ein Rekordhoch. Sie schlossen letztlich mit einem Plus von 1,29 Prozent auf 34,595 Euro. Noch deutlicher nach oben ging es im Dax für die Aktien der Versorger RWE mit plus 1,83 Prozent und Eon mit einem Anstieg um 1,69 Prozent. Der Energieriese Eon verspricht seinen Aktionären ab dem kommenden Geschäftsjahr mehr Dividende. Zudem will die Eon-Beteiligung Uniper künftig ebenfalls mehr ausschütten. Als größter Verlierer im Dax büßte HeidelbergCement 1,45 Prozent ein.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,24 auf 0,23 Prozent. dpa