Frankreich

Streit um offizielle Rolle der Präsidenten-Gattin

von Redaktion

Paris – Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (39) rückt offenbar von seinem Vorhaben ab, für Ehefrau Brigitte einen offiziellen Status als „Première Dame“ zu schaffen. Aus dem Umfeld der 64-Jährigen verlautete, der Élysée-Palast werde demnächst die „öffentliche Rolle“ der Präsidentengattin klarstellen. Von einem eigenen Status und möglicherweise besonderen Finanzbefugnissen, um die es Streit gab, war keine Rede mehr.

Eine Petition gegen ein Extrabudget für Macrons Frau unterschrieben laut den Veranstaltern mindestens 280 000 Menschen. Der Präsident, der schon im Wahlkampf mit seiner Ehefrau auftrat und derzeit mit fallenden Umfragewerten konfrontiert ist, hatte versprochen, ihr später eine Rolle zu geben. Nach dem Einzug des Paares in den Élysée-Palast war die frühere Französisch- und Lateinlehrerin bei mehreren offiziellen Terminen zu sehen, unter anderem bei den Besuchen des „U2“-Sängers Bono oder der R&B-Sängerin Rihanna. Regierungssprecher Christophe Castaner versicherte, Brigitte Macron werde kein Gehalt bekommen, die Verfassung solle nicht geändert werden. afp/dpa

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