Mobilität

Tests zur Fahrsicherheit

von Redaktion

Senioren im Straßenverkehr stehen sehr häufig in der Kritik. Einen verpflichtenden Fahrtauglichkeitstest gibt es in Deutschland zwar nicht. Allerdings machen Initiativen wie die „Aktion Schulterblick“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) auf die freiwilligen Gesundheitschecks aufmerksam und geben Betroffenen Tipps. Hier eine Auswahl:

Zum einen ist der Hausarzt der richtige Ansprechpartner, um die Fahrtüchtigkeit genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei sollten neben der Kontrolle des Herz-Kreislauf-Systems auch die Beweglichkeit und die Sehfähigkeit überprüft werden.

Außerdem können Autofahrer bei einem Selbsttest im Internet eine erste Einschätzung über ihr eigenes Seh-, Hör- und Reaktionsvermögen bekommen.

Der dritte Tipp: Ein Fahrsicherheitstraining kann das Verhalten im Verkehr noch einmal verbessern. Manche Anbieter bieten ein spezielles Training für Senioren an.

Zudem sollten Angehörige sensibel auf betroffene Senioren zugehen: Zunächst sollten die Fahrpraxis und die Fahrfehler einmal genauer betrachtet werden. Daher sollte man immer die passende Gelegenheit abwarten und sachliche Argumente vorbereiten, wenn man das Gespräch mit dem Senior suchen möchte. Zudem sollte man stets mit einer Ablehnung rechnen und dem Senior dann die Zeit geben, das Thema sacken zu lassen.

Bemerkt jemand an sich selbst erste Anzeichen von Müdigkeit wie häufiges Gähnen und schwere Augenlider oder andere Einschränkungen, sollte er sich eine Pause mit etwas Bewegung zur Kreislaufaktivierung gönnen. Noch besser ist ein Kurzschlaf von 10 bis 20 Minuten.

Koffein dagegen kann keinen Kurzschlaf ersetzen. Auch vor Tricks zur Steigerung der Leistungsfähigkeit wie einem offenen Autofenster oder lauter Musik ist laut der „Aktion Schulterblick“ abzusehen. Es ist aber sinnvoll, vor dem Kurzschlaf einen Kaffee zu trinken: Das enthaltene Koffein wirkt erst nach 30 Minuten. Es hindert daher nicht beim Einschlafen, erleichtert aber das Wachwerden.  dpa

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