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Wie sich Eier auch mal ersetzen lassen

von Redaktion

Der neue Ei-Skandal ist noch nicht ausgestanden. Bitter für Millionen Eierfans hierzulande, denn sie lieben Eier pur und alles, was sich damit herstellen lässt. Besonders Eiernudeln lagen vor wenigen Tagen zumindest noch im Rennen. Rund 12 Milliarden Eier wurden laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2016 in Deutschland vertilgt. Die Statistik zeigt eine kontinuierliche Steigerung von Jahr zu Jahr. Eine Leistung der Legehennen, von denen 25,5 Millionen auf dem Boden leben, 7,4 Millionen im Freiland und 4,2 Millionen in ökologischer Haltung. Doch selbst in Höchstform kommt eine Legehenne über eine Produktion von rund 24 Eiern pro Monat nicht hinaus – von wegen: „jeden Tag ein Ei und Sonntags auch mal zwei“.

Der Bedarf muss also zusätzlich über den Import gedeckt werden. Etwa ein Drittel der Eier kommen aus den Niederlanden, Polen und Frankreich. Drittländer spielen hier keine Rolle. Gut die Hälfte der 235 Eier, die wir im Schnitt pro Kopf und Jahr essen, werden für den privaten Haushalt direkt als frische Eier in der Schale gekauft, den Rest verarbeitet die Industrie meist als Frisch-, Trocken- oder Flüssigei.

Tier- und Verbraucherschützer weisen seit Jahren darauf hin, den Eierverbrauch besonders aus verarbeiteten Produkten zu überdenken. Denn bei industriell verarbeiteten Eiern ist die Herkunft unklar. Gesetzliche Vorgaben zur Kennzeichnung von Haltungsform und Erzeugerland gibt es bis heute nur für frische Eier im Handel. Alleine in der Nudel ist das Ei bekanntlich nicht notwendig – weder als Geschmacksträger noch als Teigkleber. Das beweisen die Italiener, die hauptsächlich eifreie Pasta aus Hartweizen herstellen. Auch Pizzateig, Quark-Öl-, Hefe- oder Mürbteig braucht nicht zwingend Eier. Das ein oder andere Ei lässt sich durch allerlei andere Lebensmittel ersetzen: Hier ein Auszug – allerdings ohne Geling-Garantie:

-Kuchen oder Gebäck: Ein Esslöffel Stärke- oder Sojamehl mit etwas Wasser angerührt oder eine halbe zerdrückte Banane sollen ein Ei ersetzen.

-Muffins: 80 Gramm Apfelmus ersetzt ein Ei.

-Pfannkuchen: Zwei Esslöffel gemahlener Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser vermischt und etwas gequollen kann die Rezeptur von zwei auf ein Ei reduzieren.

-Tomatenmark, Seidentofu oder Johannisbrotkernmehl binden wie Ei.

-Kala Namak, das schwarze Salz aus Indien oder Pakistan, enthält noch etwas Schwefel und erinnert deshalb geschmacklich an Ei. Doch Vorsicht: Das Salz sollte man sehr dezent dosieren.

-Kurkuma „zaubert“ eine schöne Dotterfarbe.

Banana-Pan-Cake

für zwei Personen

Zutaten: 300 Gramm Dinkel- oder Buchweizenmehl, zwei Esslöffel Sesam, 500 Milliliter kaltes Wasser, eine Prise Salz, ein Päckchen Backpulver, zwei Bananen in Scheiben, zwei Esslöffel Ahornsirup

Zubereitung: Mehl, Sesam, Salz und Backpulver in eine Schüssel geben, mit dem Wasser klümpchenfrei verrühren. Die Masse sollte eher dickflüssig sein. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, nicht zu viel Teig darin verstreichen, Bananenstücke darauf verteilen und goldbraun backen, dann umdrehen. Mit etwas Ahornsirup beträufelt servieren.

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