von Redaktion

Enten sind neugierige Vögel: Wir stecken unsere Schnäbel gern überall hinein. Aber was die Zukunft bringt, das wissen auch wir nicht. „Morgen ist ein Tag und übermorgen auch – mehr muss man doch gar nicht wissen“, quakte meine Freundin Agnes. „Ich schon!“, schnatterte Klara. „Ich will wissen, was morgen passiert: Werde ich ein Stück Kuchen ergattern oder nur Brot?“ Agnes schüttelte den Kopf. „Die Antwort kann ich dir auch nicht quaken“, schnatterte sie. „Da musst du ein Orakel fragen“ Klara war verwirrt. Ich erklärte ihr, dass Zweibeiner früher gern ein Orakel befragten, um etwas über ihre Zukunft erfahren. So glaubten etwa die Menschen im alten Griechenland, dass das funktioniert. Dort gab es zum Beispiel das berühmte Orakel von Delphi. Das war in einem Tempel, der dem Gott Apollon geweiht war. Die Menschen glaubten, seine Priesterin namens Pythia könne ihnen die Zukunft vorhersagen. Sie saß dabei über einer Erdspalte, von der Dämpfe aufstiegen. Wenn sie diese einatmete, benebelte das ihre Sinne. Wenn Pythia die Zukunft voraussagte, tat sie das daher oft mit komischen Worten, aus denen die Menschen nicht schlau wurden. „Manchmal verstanden sie den Orakelspruch erst im Nachhinein richtig“, quakte Agnes. „Na toll“, meinte Klara. „Was bringt mir das? Da verlasse ich mich doch lieber auf mein Bauchgefühl.“ Eure Paula

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