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von Redaktion

Flughafen Hahn gehört jetzt Chinesen

Der Verkauf des Mammutanteils am defizitären Flughafen Hahn in Rheinland-Pfalz an eine Tochter des chinesischen HNA-Konzerns ist unter Dach und Fach. Das Innenministerium in Mainz teilte am Mittwoch mit, bei einem Notartermin seien ausstehende Schritte zum Inkrafttreten des Vertrags vollzogen worden. „Damit ist der Geschäftsanteil von 82,5 Prozent auf die Käufergesellschaft übergegangen.“ Der Kaufpreis lag bei 15,1 Millionen Euro, den die HNA Airport Group laut Ministerium schon vor dem Vertragsschluss im März hinterlegt hatte. Der Hunsrück-Flughafen mit Ryanair als wichtigstem Kunden liegt rund 120 Kilometer von Frankfurt entfernt.

Der Bund will sich an Schiffbau-Bürgschaften für die MV-Werften beteiligen und so den Weg frei machen für den Bau riesiger Kreuzfahrtschiffe in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Landesregierung in Schwerin und der staatlichen Förderbank KfW seien Gespräche vereinbart worden. „Wir wollen schnell zusammenkommen, um die offenen Fragen zu klären und noch vor der Bundestagswahl die notwendigen Entscheidungen treffen“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Mittwoch bei einem Besuch der Werft in Wismar.

Der Autozulieferer Grammer ist durch den Abwehrkampf gegen den unliebsamen Großinvestor Hastor im zweiten Quartal deutlich belastet worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte um über 40 Prozent auf 12,6 Millionen Euro ab, wie das im SDax notierte Unternehmen in Amberg mitteilte. Unter dem Strich verdiente der Spezialist für Fahrzeugsitze, Mittelkonsolen und Kopfstützen mit 6 Millionen Euro weniger als halb so viel wie ein Jahr zuvor. Auch beim Auftragseingang leidet das Unternehmen weiter unter der unklaren Zukunft. Die großer Pkw-Herstellerwarteten erst einmal ab.

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