von Redaktion

Gestern habe ich sehr nett mit einer Fliege geschnattert. Ich war selbst überrascht – eigentlich hatte ich vorgehabt, sie zu fressen. Ich war mal wieder auf dem Bauernhof in der Nähe des Sees, wo gerade der Fernseher lief. Die Zweibeiner ließen mich sogar ins Haus, damit ich mitgucken konnte. Leider bekam ich aber nur die Hälfte der Geschichte mit. Auf dem Fernseher krabbelte nämlich eine Fliege herum. Sie war dick und sah sehr saftig aus. Ich versuchte daher, die Fliege zu schnappen – vergebens: Sie war schneller. „Du willst mich fangen?“, summte die Fliege frech. „Da brauchst du bessere Augen.“ Ich winkte mit dem Flügel ab. „Ich will den Film sehen“, quakte ich. „Das nennst du Film?“, summte die Fliege. „Ziemlich holprig das Ganze. Ich sehe hier nur viele einzelne Bilder.“ Tatsächlich bestehen Filme aus vielen einzelnen Bildern, die so schnell über den Schirm flimmern, dass eure Augen nicht merken, dass es sich um Einzelbilder handelt. Dieser Trick klappt, weil Zweibeiner nur 14 bis 16 Bilder pro Sekunde einzeln wahrnehmen können. Sind es mehr, verschmelzen sie zu einem Film. Eine Fliege kann aber 250 Einzelbilder pro Sekunde wahrnehmen. Damit ein Film auch ihr Spaß macht, müsste er etwa 300 Bilder pro Sekunde zeigen. „Dafür haben es Zweibeiner schwer, mich zu erwischen“, summte die Fliege. „Ich habe nämlich einen Rundumblick.“ Eure Paula

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