Unser bairisches Wort

Die Auszogne

von Redaktion

Vorsicht, mit Dialektausdrücken kann man leicht in ein Fahrwasser geraten, das Feministinnen als politisch nicht korrektes Machogehabe interpretieren. Aber man (frau) sollte schon genau hinhören!

So ist die berühmte „Auszogne“ kein Opfer männlicher Triebhaftigkeit, sondern Produkt weiblichen Fleißes. Die „Auszogne“ ist eine köstliche Schmalznudel, die ihren Namen vom beharrlichen Ziehen des Teiges bekommen hat. Ähnlich geht es der „Nackerten“, die möglicherweise unter Würsten unter übler Nachrede zu leiden hat, weil sie nämlich ohne Wursthaut auskommt, aber unter den Menschen als „Gschwoine“ oder „Wollwurst“ durchaus freundlich gelitten ist, auch unter weiblichen Feinschmeckern!

Norbert Göttler

Bezirksheimatpfleger Oberbayern

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