Berlin – Kanzlerin Angela Merkel (CDU) legt sich in der Debatte um eine europaweite Quote für Elektroautos noch nicht fest. Der entsprechenden Forderung ihres SPD-Herausforderers Martin Schulz schloss sie sich am Freitag zunächst nicht an – ließ aber auch nicht widersprechen. Jeder Vorschlag, der mehr Dynamik beim Ausbau der E-Mobilität zum Ziel habe, sei „erst einmal willkommen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.
Die Union im Bundestag winkte am Freitag ab: „Eine feste europäische E-Auto-Quote ist der falsche Weg“, sagte Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU). Statt eine Technologie vorzuschreiben, brauche es europaweit ambitionierte Abgasvorschriften. „Wie diese am besten eingehalten werden können, muss ein offener Technologie-Wettbewerb entscheiden.“ Auch die FDP ist gegen eine Quote. Die Grünen fordern, dass in Deutschland ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos neu zugelassen werden. dpa