„Alle waren begeistert“ – Magnus Kästle schwärmt von seinem Blockhaus

von Redaktion

Wie es sich anfühlt, in einem Holzblockhaus von Nikolas Berwian zu leben, weiß Magnus Kästle. Der 51-Jährige aus Schliersee wohnt mit seiner Frau seit Oktober 2015 in dem Haus. Kästle hat sich dabei für eine Mischform entschieden: Sein Eigenheim besteht im Erdgeschoss aus Mauerwerk und den Stockwerken darüber aus massiven Naturholzstämmen.

Spricht er über sein außergewöhnliches Zuhause, gerät er ins Schwärmen: „Das viele Holz sorgt für ein natürliches Raumklima. Im Winter strahlt es Wärme aus und im Sommer ist es angenehm kühl.“ Entsprechend gering sind Kästles Heizkosten. „Im Jahr zahle ich etwa 200 Euro.“ Dass er im Gegenzug für den Bau seines Hauses etwas tiefer in die Tasche greifen musste als beispielsweise bei einem Steinhaus, nimmt er gern in Kauf. „Ein Holzblockhaus ist etwas Besonderes und in gewisser Weise auch etwas Exklusives – und das kostet natürlich.“ Es gebe jedoch auch Möglichkeiten, den Geldbeutel trotz Blockhaus nicht gar so arg zu strapazieren, betont er. Mit viel Eigenleistung beim Ausbau könne man vieles rausholen. „Dann ist man im Vergleich zu anderen Varianten am Ende wieder gleichauf.“ Als unkompliziert beschreibt Kästle die Strom- und Wasserinstallation. „Man muss keine Schlitze schlagen, sondern kann alles einfach durchziehen.“ Voraussetzung dafür sei natürlich eine entsprechende Vorbereitung und Planung, damit die Zugänge an den richtigen Stellen gelegt sind. Ein entscheidender Faktor sei dabei die Bereitschaft, sich intensiv mit dem Haus zu beschäftigen. „Klar, da stecken schon sehr viel Arbeit und Zeit drin.“

Dass es in Oberbayern nur sehr wenige Holzblockhäuser gibt, liegt oft an den Kommunen. Sie verweigern teilweise die Baugenehmigung, da die Bauweise nicht in das Ortsbild passe. Kästle hatte damit wenig Probleme. Lediglich den Winkel seines Daches musste er den örtlichen Vorschriften entsprechend wählen und einige kleine Elemente anbringen, damit sich das Haus „optisch in die Nachbarschaft integriert“. Letztlich schaffte er es, die Mitglieder des Gemeinderates zu überzeugen. Als sein neues Zuhause stand, sagt er, „waren jedenfalls alle begeistert“.

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