Déjà-vu in Magdeburg

von Redaktion

Augsburg unterliegt dem Regionalligisten wie 2014 in Runde eins

Magdeburg – Als die Spieler des FC Augsburg nach der erneuten Pokal-Blamage beim 1. FC Magdeburg wie geprügelte Hunde vom Rasen schlichen, träumten die Fans des tapferen Drittligisten schon vom ganz großen Wurf. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, sangen die Anhänger des FCM – und legten nach dem 2:0 (0:0)-Cpup noch einmal den Finger in die frische Wunde der maßlos enttäuschten Augsburger. „Jeder wollte heute eine Runde weiterkommen. Wir haben als Mannschaft nicht gut verteidigt und nicht gut nach vorne gespielt. Und wenn wir mal nach vorne gespielt haben, haben wir es nicht geschafft, das Ding über die Linie zu schießen“, sagte der neue FCA-Kapitän Daniel Baier nach der Pleite.

Trainer Manuel Baum gab zu: „Magdeburg hat verdient gewonnen. Für uns gilt es nun, die Lehren aus dem Spiel zu ziehen.“ Schon 2014 war der FCA beim damaligen Regionalligisten in der ersten Runde aus dem Pokal geflogen, damals mit einem 0:1. Kurios: Christian Beck (87.) traf wie vor drei Jahren für den Landespokalsieger von Sachsen-Anhalt. Tobias Schwede (90.+1) machte in der Nachspielzeit mit einen Tor in den leeren Kasten alles klar. „Magdeburg hatte gefühlt 50 Standardsituationen, da war es nur eine Frage der Zeit, wann einer den Ball über die Linie drückt“, sagte Baier. Bei den Hausherren herrschte dagegen grenzenloser Jubel. „Wir hatten die besseren Chancen und haben verdient gewonnen“, sagte Matchwinner Beck. Trainer Jens Härtel bedankte sich bei seinem Schlussmann: „Das war eine klasse Leistung von Mario Seidel, Hut ab. Er hat einige wichtige Bälle gehalten. So eine Leistung, wenn es drauf an kommt – das ist schon sehr gut.“

Die Pleite setzt Augsburg noch vor dem Ligastart unter Druck. Beim anderen Pokal-Versager Hamburger SV am Samstag sind die Schwaben gleich gefordert. In Magdeburg sah man sich nicht nur auf dem Platz massiver Gegenwehr ausgesetzt. Vor der Partie hatten Unbekannte durch Schmierereien am Mannschaftsbus für Unmut gesorgt. Parolen wie „Wessis jagen“ und „Nur der 1. FCM“ waren auf dem schwarzen Vehikel zu lesen.  sid

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