London – David Wagner lächelte. 3:0 hatte der deutsche Teammanager zum Auftakt der Premier League mit Aufsteiger FC Huddersfield bei Crystal Palace gewonnen. „Nein, ich kann nicht meckern“, sagte Wagner im ZDF-Sportstudio: „Das war schon über weite Strecken ganz okay. Wir haben viele gute Sachen gemacht.“
Ganz okay? Der Lohn für die „Terriers“, die bei den Buchmachern Anwärter auf den direkten Wiederabstieg sind, war es, vor den Schwergewichten der Liga zu stehen: Vor Pep Guardiolas Manchester City (2:0 bei Brighton & Hove Albion), vor Arsène Wengers FC Arsenal (4:3) gegen Leicester) – und auch vor dem FC Liverpool, bei dem Wagners guter Freund Jürgen Klopp auf der Trainerbank sitz und ein 3:3 beim FC Watford erlebte. Meister Chelsea blamierte sich gar beim 2:3 gegen den FC Burnley.
Huddersfield, das Team aus dem Norden Englands, glänzte mit treffsicherer Offensive. Unweigerlich werden Erinnerungen an 1926 wach, als Huddersfield zum dritten und letzten Mal den englischen Meistertitel holte. Manch einer sieht sogar schon Parallelen zum „Märchen“ von Leicester, der 2015/16-Meisterschaft.
Doch für den 45-Jährigen Wagner, der Huddersfield im Keller der zweiten Liga übernommen hatte, ist das alles nur „eine schöne Momentaufnahme. Die Tabelle sagt gar nichts. Das waren drei Punkte für den Klassenerhalt. Wir haben mit Abstand den geringsten Etat in der Liga. Was soll da für eine Erwartungshaltung existieren?“ sid