Kopenhagen – Es klingt wie im Krimi: Erst sinkt ein U-Boot, dann ist eine schwedische Journalistin verschwunden. Im Verdacht, die 30-Jährige getötet zu haben, steht Peter Madsen, ein in Dänemark als privater U-Boot- und Raketenbauer bekannter Ingenieur und Tüftler. Er muss für 24 Tage in Untersuchungshaft. Ihm werde fahrlässige Tötung im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Frau vorgeworfen, so das Gericht in Kopenhagen. Der U-Boot-Besitzer wies die Vorwürfe zurück.
Die Schwedin war am Donnerstagabend zuletzt gesehen worden, als sie sich mit Madsen im Hafen von Kopenhagen auf der UC3 Nautilus für eine Probefahrt einschiffte. Er sagte aus, sie anschließend auf einer kleinen Insel im Kopenhagener Hafengebiet abgesetzt zu haben.
Das 18 Meter lange U-Boot sank in der Nacht zum Freitag vor Kopenhagen. Am Samstag wurde es aus sieben Metern Wassertiefe gehoben. Dann gingen Techniker mit Schutzkleidung und Gasmasken an Bord und durchsuchten es. Die dänische Polizei teilte gestern mit, sie habe bei der Durchsuchung des Bootes keine Leiche gefunden.