Seit vier Jahrzehnten spaltet Gordon Sumner, besser bekannt als Sting, die Popwelt. Da gibt es die Fans, die den Briten als außergewöhnlichen Musiker schätzen. Und dann gibt es die Kritiker, die ihn für einen eingebildeten Narziss halten. Nach Ansicht dieser Dokumentation stellt man fest: Beide Sichtweisen sind gerechtfertigt.
Mehr oder minder chronologisch und garniert mit vielen Konzertausschnitten wird der Weg vom tristen Leben eines Arbeiterkindes im rauen Norden Englands zum weltweit gefeierten Popstar nachgezeichnet.
Dabei wird der Anfangszeit mit der legendären Formation Police viel Zeit eingeräumt. So kommt auch der deutsche Komponist Eberhard Schoener zu Wort, der als Entdecker von „The Police“ gelten kann. Das ist wichtig, denn Stings eigene Ausführungen bleiben nichtssagend.
Während Schoener sehr anschaulich erläutert, was den besonderen Klang von „The Police“ ausmacht und die Rollen der beiden Mitstreiter Stewart Copeland und Andy Summers würdigt, kommt Sting selbst ums Verrecken kein Wort über alte Wegbegleiter über die Lippen.
Stattdessen sinniert er lange über seine tatsächlich bemerkenswerte Stimme und andere Dinge, die er an sich mag. Der integre Trommler Copeland bringt es auf den Punkt: So einen Individualisten konnte man nicht ewig in einer Band halten. Eine erhellende Dokumentation, egal ob man Fan ist oder nicht. Im Anschluss zeigt Arte ein Sting-Konzert in Paris.
Regie: Christian Wagner.
Unser Fernseh-Tipp der Woche
Freitag, 18. August,
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An dieser Stelle geben immer montags Leser oder Mitarbeiter unserer Zeitung einen TV-, Radio- oder Streaming-Tipp der Woche – jenseits der bekannten Klassiker.