Weiter Waldbrände im Süden, Tote bei Unwetter in Polen

von Redaktion

München – Das Wetter in Europa ist derzeit extrem: Nach wochenlanger Hitze wüten vor allem in Süd- und Westeuropa weiter Waldbrände. In Polen und Tschechien haben heftige Stürme mindestens fünf Menschen das Leben gekostet und große Schäden angerichtet.

Besonders in Portugal und auf Korsika hat die Feuerwehr am Wochenende wieder gegen die Flammen gekämpft. Im Norden Korsikas waren wegen des sich ausbreitenden Feuers knapp tausend Menschen vorsorglich in Notunterkünfte gebracht worden. Bei der Mehrzahl von ihnen handelte es sich um Wanderer- und Camping-Touristen. Sie konnten am Samstag wieder in ihre Unterkünfte zurückkehren. Die Brände, die seit Donnerstagnacht etwa 20 Quadratkilometer Land vernichteten, waren aber nach Angaben der örtlichen Feuerwehr auch gestern noch nicht unter Kontrolle.

In Portugal kämpften insgesamt rund 1800 Feuerwehrleute gegen zehn große Brände. In der Gegend um die Stadt Abrantes im Zentrum des Landes konnte ein großes Feuer, das dort seit Mittwoch wütete, unter Kontrolle gebracht werden.

Wegen der andauernden Hitzewelle bleibt die Brandgefahr in Griechenland weiter hoch. Allein von Freitag- auf Samstagmorgen seien landesweit 46 Feuer ausgebrochen, teilte die griechische Feuerwehr mit.

Auch die Gefahr von Unwettern ist nicht gebannt. So sind bei heftigen Stürmen in der Nacht auf Samstag in Polen fünf Personen gestorben und 45 verletzt worden. Auch in Tschechien gab es große Schäden. In Polen waren am Sonntag nach Angaben der nationalen Sicherheitszentrale zunächst noch 96 000 Haushalte ohne Strom. Auf dem Höhepunkt des Unwetters sei in rund einer halben Million Haushalten der Strom ausgefallen. In Italien entspannte sich die Lage am Wochenende nach Unwettern im Norden und tagelanger Hitze im Süden.

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