Auszeichnung

20 aus 200

von Redaktion

Die sogenannte Longlist für den Deutschen Buchpreis wurde veröffentlicht

So viel Lektürestoff war noch nie: Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben zusammen 200 Bücher für den Deutschen Buchpreis eingereicht. Daraus hat die Jury nun eine Auswahl, die sogenannte Longlist, mit 20 Titeln getroffen.

Unter den Anwärtern auf die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung sind sieben Frauen und 13 Männer. Manche der nominierten Publikationen – etwa „Kraft“ (C. H. Beck) des in München lebenden Schweizers Jonas Lüscher – sind bereits erschienen, sodass jeder sich ein eigenes Urteil bilden kann. Andere, etwa „Die Hauptstadt“ (Suhrkamp) des Österreichers Robert Menasse, erscheinen im September.

Auffallend ist, dass viele bekannte Namen unter den Nominierten sind: So dürfen sich etwa Sven Regener („Wiener Straße“, Galiani), Feridun Zaimoglu („Evangelio“, Kiepenheuer & Witsch), Marion Poschmann („Die Kieferninseln“, Suhrkamp), Ingo Schulze („Peter Holtz“, S. Fischer), Franzobel („Das Floß der Medusa“, Zsolnay), Monika Helfer („Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“ (Jung und Jung) und Gerhard Falkner („Romeo oder Julia“, Berlin Verlag) Hoffnungen machen. Ergänzt wird der Kandidatenreigen um junge Talente wie den 1988 geborenen Jakob Nolte („Schreckliche Gewalten“, Matthes & Seitz), um Sasha Marianna Salzmann („Außer sich“, Suhrkamp), Jahrgang 1985, und Robert Prosser („Phantome“, Ullstein), geboren 1983.

Die Longlist sei der Versuch, die Vielfalt der aktuellen deutschsprachigen Literaturlandschaft zu spiegeln, sagte Jurysprecherin Katja Gasser. Gemeinsam sei den 20 Büchern, dass sie die Jury „gestochen und gebissen haben“. Am 12. September wird die Shortlist veröffentlicht, die dann nur noch sechs Titel umfasst. Vergeben wird der Buchpreis am 9. Oktober zu Beginn der Frankfurter Buchmesse. michael schleicher

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