Maduro ordnet Militärmanöver an

von Redaktion

Panzer gegen Trump: Venezuelas Staatschef geht in die Offensive

Caracas – Panzer, Flugzeuge, Raketen: Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat als Antwort auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump ein großes landesweites Militärmanöver angeordnet. „Der Boden Venezuelas ist heilig und sollte niemals von den Stiefeln der imperialistischen Yankees berührt werden“, rief Maduro vor tausenden Anhängern in Caracas.

Die Großübung mit zehntausenden Soldaten und Zivilisten soll am 26. und 27. August stattfinden. Trump hatte zuletzt eine „militärische Option“ nicht ausgeschlossen.

Der politische Druck in Südamerika auf Maduro wird derweil immer größer. Er verlor nun offenbar auch die Unterstützung Equadors, eines seiner bisher engsten Verbündeten. Staatschef Lenín Moreno äußerte Kritik an der Anzahl politischer Häftlinge und rief zum Dialog mit der Opposition auf, berichtete die Zeitung „El Telégrafo“. In Südamerika steht nur noch Boliviens Präsident Evo Morales fest an Maduros Seite. Auslöser des Konflikts ist der Umbau des Staates. Mehrere oppositionelle Bürgermeister wurden abgesetzt, ebenso die Generalstaatsanwältin.

US-Vizepräsident Mike Pence war auf seiner Südamerikareise bemüht, Venezuela zu isolieren, ohne aber das Säbelrasseln zu wiederholen. Zugleich machte er klar: „Wir werden nicht akzeptieren, dass eine Diktatur in der Hemisphäre entsteht.“ Die USA werden von den südamerikanischen Staaten aber kritisch gesehen, da das Land in vielen Konflikten gerade zu Zeiten des Ost-West-Konflikts eine fragwürdige Rolle gespielt hatte. Georg Ismar

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