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79:76 – Schröders Gala lässt DBB-Team hoffen

von Redaktion

Hamburg – Mit einer glänzenden Rückkehr ins Nationalteam hat NBA-Jungstar Dennis Schröder die EM-Hoffnungen der deutschen Basketballer angeheizt. In seinem ersten Länderspiel seit zwei Jahren führte der 23-Jährige das Team von Bundestrainer Chris Fleming beim Auftakt des Supercups zu einem 79:76 (39:41)-Sieg gegen Russland.

Knapp zwei Wochen vor EM-Start war Schröder mit 28 Punkten bester deutscher Werfer. Der Aufbauspieler der Atlanta Hawks brillierte alleine im Schlussviertel mit 16 Zählern. „Wir haben gewonnen, das ist alles, was zählt. Heute war ein erfolgreicher Schritt“, sagte Schröder. Auch für Daniel Theis (10) war es der Start in der EM-Vorbereitung. Kapitän Robin Benzing dagegen kam nach einer frühen Knieblessur nicht mehr zum Einsatz.

Gleich zu Beginn suchten Schröder und Theis, die beiden Kumpel aus alten Braunschweiger Zeiten, vor 2085 Zuschauern das Zusammenspiel. Nach Ballübergabe durch Theis zog Schröder mit seiner unvergleichlichen Geschwindigkeit zum Korb, war nur durch ein Foul zu bremsen und erzielte per Freiwürfe die ersten deutschen Punkte.

Nur wenig später musste das deutsche Team einen Schreckmoment verkraften: Benzing stolperte über das Bein eines Gegenspielers, knickte um und schlug mit dem linken Knie hart aufs Parkett. Gestützt von Teamkollegen humpelte der Spanien-Legionär vom Feld. „Es ist nicht schlimm, wir wollten kein Risiko eingehen. Wenn sich alles gut entwickelt, bin ich morgen wieder dabei“, sagte Benzing.

In seinem ersten Auftritt im deutschen Trikot seit dem bitteren EM-Vorrundenaus bei der EM 2015 versuchte Schröder früh, die Abstimmung mit seinen Mitspielern zu finden. Dabei klappte noch nicht jedes Anspiel, mehrfach glänzte der 23 Jahre alte Aufbauspieler aber mit eigenem Abschluss, entweder per Korbleger oder Dreipunktewurf.

In einer engen Partie zeigte das gesamte deutsche Team gute Ansätze, der 2,16 Meter große Center Isaiah Hartenstein begeisterte mit einem Dribbling hinter dem Rücken und anschließendem Treffer. Mitte des dritten Viertels zog Russland zwar langsam bis auf zehn Punkte Vorsprung davon, im Schlussabschnitt übernahm aber Schröder das Kommando. Neun deutsche Zähler erzielte der 23-Jährige in Serie, krönte den Zwischensprint per Dunk zum 65:62. Auch am Ende behielt das deutsche Team die Nerven.  dpa

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