Aktuelles in kürze

von Redaktion

Auf Gold-Kurs

Die deutschen Reiter liegen bei der Vielseitigkeits-EM in Strzegom/Polen auf Goldkurs. Nach der Dressur führen Michael Jung (Horb) mit Rocana, Ingrid Klimke (Münster) mit Hale Bob, Bettina Hoy (Rheine) mit Seigneur Medicott und Julia Krajewski (Warendorf/75,77) mit Samourai du Thot das Feld klar an und steuern dem vierten Titel in Folge entgegen. „Das ist eine ganz starke Vorstellung unserer Reiter“, meinte Bundestrainer Hans Melzer. Die zweimalige Team-Olympiasiegerin Klimke und der dreimalige Olympiasieger Jung bestätigten die gute Form der deutschen Buschreiter vom Vortag und übernahmen in der Einzelwertung hinter ihrer führenden Teamkollegin Hoy die Plätze 2 und 3.

Mit dem drittweitesten je von einem deutschen Speerwerfer gemessenen Wurf hat Weltmeister Johannes Vetter am Freitag das Werfer-Meeting im sächsischen Thum gewonnen. Der Offenburger schleuderte eine Woche nach seinem Coup bei der Weltmeisterschaft in London seinen Speer auf 93,88 Meter. Auch mit seinem letzten Wurf knackte Vetter mit 91,67 metern noch einmal die 90-Meter-Marke. Olympiasieger Thomas Röhler brachte es immerhin auf 86,21 und musste sich damit allerdings als Zweiter erneut geschlagen geben. Ein Erfolgserlebnis gab es auch für Nadine Müller – die Diskuswerferin siegte mit einer Weite von 62,11 Metern.

Österreichs Alpinstar Marcel Hirscher muss sich nach seinem Knöchelbruch auf eine lange Zwangspause einstellen. Der sechsfache Gesamtweltcupsieger und sechsfache Weltmeister wird voraussichtlich erst im Dezember wieder Rennen fahren können. Sein Arzt Gerhard Oberthaler sagte dem Wiener Kurier, Hirscher müsse mit 15 Wochen Zwangspause rechnen. Der 28-Jährige hatte sich die Verletzung bei einem Trainingssturz auf dem Mölltaler Gletscher zugezogen. Hirscher muss zwar nicht an seinem linken Außenknöchel operiert werden – der Salzburger muss aber zunächst sechs Wochen lang einen Gips tragen.

Wintersport-Idol Georg Thoma feiert an diesem Sonntag seinen 80. Geburtstag. Der Onkel des späteren Skisprung-Olympiasiegers Dieter Thoma sorgte bei den Olympischen Spielen 1960 in Squaw Valley mit dem Gewinn der Goldmedaille in der nordischen Kombination für eine Sensation. Zuvor hatten bei allen Winterspielen seit 1924 ausschließlich Skandinavier Gold und Silber unter sich ausgemacht. Welchen Stellenwert sein Gold damals hatte, geht schon daraus hervor, dass Georg Thoma 1960 zum „Sportler des Jahres“ gewählt wurde – und nicht etwa Armin Hary, der Olympiasieger und Weltrekordler über 100 Meter.

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