Kollaps nach Zusatzmarsch

von Redaktion

Bundeswehrsoldaten mussten weiter gehen als geplant

Munster – Unmittelbar vor dem Kollaps und Tod eines Soldaten bei einem Bundeswehrmarsch sind er und mehrere seiner Kameraden auf einen Zusatzmarsch geschickt worden. „Dieser Hin- und Rückmarsch (…) vom Ausbildungsort in die Kaserne und zurück war im Dienstplan nicht vorgesehen“, so ein Zwischenbericht des Verteidigungsministeriums zur Untersuchung der Vorfälle im niedersächsischen Munster. Mehr als 25 Soldaten mussten demnach eine Strecke von etwa sechseinhalb Kilometern streckenweise im Laufschritt absolvieren. Am 19. Juli waren mehrere Offiziersanwärter bei einer Übung kollabiert, einer starb an den Folgen.

Nach ersten Untersuchungen hatten die Soldaten einen Hitzschlag erlitten. Eine Erklärung angesichts der nicht außergewöhnlich hohen Temperaturen von knapp 28 Grad gibt es aber weiter nicht.

Auf dem zusätzlichen Marsch sollten dem Papier nach fehlende Ausrüstungsgegenstände aus der Kaserne geholt werden. Einige Soldaten mussten zudem bei sommerlichem Wetter Liegestütze machen.

Das Verteidigungsministerium wies aber die Vermutung zurück, dass der Zusatzmarsch die Ursache für den Kollaps mehrerer Soldaten und den Tod eines Kameraden gewesen sein könnte. Es gibt im Moment keine große Hauptursache, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

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