von Redaktion

Vor ein paar Tagen entdeckte ich eine dicke Schlange am Ufer. Sie schlängelte sich sehr langsam durchs Gras. Neugierig watschelte ich näher. Ich hatte nämlich gesehen, dass sie am Kopf zwei gelbe, halbmondförmige Flecken hatte. „Das ist eine Ringelnatter“, quakte ich meiner Freundin Klara daher beruhigend zu. „Die ist ungefährlich.“ Klara war nicht überzeugt. „Was, wenn es doch eine Kreuzotter ist?“, quakte sie. Vor so einer muss man sich in Acht nehmen: Erschrickt sie oder fühlt sie sich bedroht, kann es sein, dass sie zubeißt – und die Kreuzotter ist im Gegensatz zur Ringelnatter eine Giftschlange. Allerdings fällt ein Zweibeiner nicht gleich tot um, wenn er von einer Kreuzotter erwischt wurde – so stark ist ihr Gift nicht. Zum Arzt sollte er aber schon gehen. Manche Zweibeiner reagieren nämlich allergisch auf das Gift und bekommen einen schweren Schock. Auch wir Enten müssen aufpassen. Die Schlange im Gras war aber keine Kreuzotter. „Eine solche hat keine gelben Flecken am Kopf wie die hier“, quakte ich. „Außerdem wäre auf dem Rücken ein kreuzförmiges Muster.“ Es musste sich hier also um eine Ringelnatter handeln. Die züngelte uns, dass sie heuer spät dran sei und gerade nach einem warmen Platz zum Eierlegen suche. Deshalb sei sie so dick und langsam. Die jungen Schlangen werden dann im Herbst schlüpfen. Eure Paula

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