Amsterdam – Für die deutschen Hockey-Herren wird der Sprung ins Halbfinale der EM in Amsterdam ein hartes Stück Arbeit. Gegen das aufstrebende Team aus Irland kam die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Kermas gestern über ein 1:1 nicht hinaus und steht damit vor den verbleibenden Gruppenspielen gegen Mitfavorit England und Außenseiter Polen unter Druck. Lukas Windfeder (17./Strafecke) brachte den Vize-Europameister in Führung, die Sean Murray (47.) für die starke Mannschaft von der Insel ausgleichen konnte. Gegen England wartet heute (17 Uhr) die nächste Herausforderung auf die DHB-Auswahl.
„Das Irland-Spiel ist so etwas wie die Fahrkarte ins Halbfinale. Deshalb ist es bitter, dass wir nicht gewonnen haben“, sagte Kermas nach dem Startmatch. Gegen das irische Team, das extremes Pressing beherrscht und damit das Vorbereitungsturnier in Hamburg vor den Deutschen gewonnen hatte, mussten Kapitän Martin Häner & Co. alles aufbieten. Die präzise verwandelte Strafecke von Windfeder machte Hoffnung auf den ersten Sieg, doch nach dem Ausgleich boten sich auch den Iren Chancen. Da Windfeders zweite Strafecke sechs Sekunden vor Schluss den Deutschen nicht zum Sieg verhalf, bleibt es spannend in der Gruppe.
Die deutschen Frauen sind hingegen im Eiltempo schon ins Halbfinale eingezogen. Im zweiten Spiel setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Jamilon Mülders gestern 1:0 gegen Olympiasieger England durch und feierte damit den zweiten Sieg im Turnier. Nach dem 4:1 zum Auftakt gegen Schottland hat Deutschland bereits das Ticket für die Runde der besten Vier sicher – und ist den Herren voraus. dpa/sid