Fussball in kürze

von Redaktion

Banner empört DFB

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit Entsetzen auf das geschmackloses Banner von Fans des Zweitligisten Erzgebirge Aue reagiert, auf dem Sanktionen des DFB mit den Naziverbrechen gleichgesetzt wurden („Sportgerichtsbarkeit= Vereinsholocaust“). Der Verband verurteilte das Banner „in aller Schärfe“ und forderte von den Verantwortlichen eine Entschuldigung. Zudem müsse die Fanszene in Aue eine „deutliche Distanzierung“ zeigen. Der DFB-Kontrollausschuss werde sich mit dem Spruchband befassen. „Das Banner verharmlost in nicht hinnehmbarer Weise die Verbrechen des Nationalsozialismus und verhöhnt damit die Opfer des menschenverachtenden Holocaust“, hieß es in einer Mitteilung. Die Politik des DFB und der DFL, den Dialog mit den Ultras zu suchen, bleibe von dem Vorfall aber unberührt. Das Banner hatten Aue-Anhänger am Freitag beim Spiel in Braunschweig (1:1) gezeigt.

Für Bibiana Steinhaus geht es beim ihrem Debüt als Bundesliga-Schiedsrichterin nicht darum, den Kritikern etwas beweisen zu müssen. „Das Gefühl habe ich gar nicht. Ich mache ja nichts anderes, als die letzten 20 Jahre auch: Ich gehe da raus und leite Spiele, das ist nicht brandneu. Es ist halt jetzt eine andere Liga“, sagte Steinhaus im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Die Hauptkommissarin aus Langenhagen war am ersten Bundesliga-Spieltag der neuen Saison noch nicht eingesetzt worden. Stattdessen hatte Steinhaus am Samstag das Drittligaspiel zwischen Großaspach und Aalen (0:0) geleitet. Die 38-Jährige weiß bereits, wann und wo sie das erste Mal im Oberhaus auflaufen wird. „Es bleibt im Moment aber noch ein Geheimnis“, sagte Steinhaus.

Ousmane Dembélé steht weiter vor dem Absprung, schon lässt bei Borussia Dortmund nächste Superteltn aufhorchen. Youssoufa Moukoko ist angeblich erst zwölf Jahre und erzielte am dritten Spieltag der U 17-Bundesliga West beim 6:1-Erfolg des BVB gegen Viktoria Köln bereits seine Saisontore fünf bis acht. In der vergangenen Saison hatte Moukoko bereits 33 Tore in der U 15 der Westfalen erzielt. Der in Kamerun bei seinen Großeltern aufgewachsene Stürmer kam laut Geburtsurkunde im November 2004 auf die Welt, seine Gegenspieler sind also drei, vier Jahre älter. Körperlich fällt der Unterschied allerdings nicht auf, spielerisch ohnehin nicht.

Manager Jörg Schmadtke vom 1. FC Köln warnt davor, bei Profi-Transfers jegliches Maß zu verlieren. „Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht immer mehr von der Straße entfernen“, sagte der frühere Torhüter im Interview mit der Bild am Sonntag. „Die Regierung zahlt 150 Millionen Hilfe für die insolvente Air Berlin. Und ein Neymar kostet mehr. Das ist schwer darstellbar.“

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