Es ist eine Geste, die ewig einen Platz in der Bundesligageschichte haben wird: Als Bayerns Giovane Elber am ersten Spieltag nach den Anschlägen des 11. September ein Tor schoss, verzichtete er auf Firlefanz und formte mit seinen Händen eine Friedenstaube. Der Dortmunder Marc Bartra gedachte nach seinem 2:0 der Opfer des Anschlags von Barcelona, indem er seinem Trauerflor einen Kuss aufdrückte. „Das Tor war für meine Landsleute, für alle Katalanen, für alle Spanier. Viele sitzen zuhause und leben in Angst. Das Tor soll zeigen, dass wir, wenn wir alle zusammen stark sind, den Terror bekämpfen können“, sagte Bartra, der im Schatten der Sagrada Familia aufgewachsen ist – seine Karriere startete bei Espanyol, mit elf Jahren wechselte er zum FC Barcelona. Bartra wurde im Frühjahr beim Anschlag auf den BVB-Bus verletzt. Wenn Opfer Gesten der Versöhnung senden, hat das ebenfalls Platz in den Annalen verdient. awe