von Redaktion

„Ich muss immer auf der Hut sein.“ Das krähte der Hahn gestern hoch oben vom Misthaufen. Der Gockel lebt auf dem Bauernhof in der Nähe meines Heimatsees. Da oben hielt er Ausschau nach Greifvögeln, die Hühnern gefährlich werden können. „Der Habicht ist sogar am Boden ein geschickter Jäger“, krähte er. „Man muss immer schauen, ob er nicht am anderen Ende der Wiese lauert – auf dem Boden oder auf einem Ast – um dann blitzschnell auf meine Hennen zuzufliegen.“ Erwischt der Greifvogel eine Henne, fliegen die Federn. „Und Habichte sind sehr gute Hühnerjäger“, krähte der Hahn. Habichtfrauen sind übrigens viel größer als die Herren. Von einer Flügelspitze zur anderen misst ihre Flügelspannweite etwa 130 Zentimeter, bei den Männchen liegt sie bei rund 90 Zentimetern. Habichtfrauen jagen darum auch große Beutetiere: Hasen und Kaninchen zum Beispiel. Männchen suchen sich dagegen etwas kleinere Opfer – bis hin zur Größe eines Huhns. „Deshalb schaue ich immer, ob ich Greifvögel sehe“, krähte der Hahn. „Bei Gefahr warne ich meine Hennen mit einem lauten Kikeriki.“ Zum Glück gibt es genug Büsche, wo die Hühner dann in Deckung gehen können. Dennoch, mit Hühnern, die den ganzen Tag im Stall bleiben müssen, wollte der Hahn nicht tauschen: „Ein Leben ohne Würmer, Gras und Sonne? Da halte ich lieber nach Greifvögeln Ausschau.“ Eure Paula

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