Aktuelle Tipps für Senioren

von Redaktion

Notfallausweis für Herzpatienten

Über 1,67 Millionen Menschen werden jedes Jahr wegen einer Herzerkrankung in eine Klinik eingewiesen. „Dabei zählt oft jede Minute“, betont Notfallmediziner Prof. Günter Görge von der Deutschen Herzstiftung. Und weiß der Notarzt umgehend, welche Medikamente eingenommen werden, welche Vorbehandlungen und Begleiterkrankungen vorliegen, kann das die Überlebenschancen des Betroffenen erhöhen. Deshalb rät die Herzstiftung zu einem Notfallausweis für den Geldbeutel. Dieser sollte an die aktuellen Anforderungen hinsichtlich neuer Gerinnungshemmer und Implantaten angepasst sein. Zudem sollte er sich für den Auslandsaufenthalt eignen und auch in Englisch abgefasst sein. Der Ausweis der Herzstiftung kann kostenfrei angefordert werden unter www.herzstiftung.de/notfallausweis oder unter Tel. 069/ 9 55 12 84 00.

Wer gegen seine Kopfschmerzen zu häufig Schmerz- oder Migränemittel nimmt, bekommt Kopfschmerzen. Prof. Hartmut Göbel, Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, erklärt: Schmerzmittel reduzieren die Schmerzempfindlichkeit. Nimmt man sie über einen längeren Zeitraum sehr häufig ein, erhöht das Nervensystem die Schmerzempfindlichkeit, um wieder eine normale Schmerzempfindlichkeit einzustellen. Lässt die Wirkung des Mittels nach, schießt die Schmerzempfindlichkeit hoch, es treten Rückschlagkopfschmerzen auf, die eine erneute Einnahme fordern – ein Teufelskreis. Dem kann man nur entkommen, indem man bis zu 30 Tage komplett auf Schmerzmittel verzichtet. Vorbeugen kann man mit der 10-20-Regel: An weniger als an zehn Tagen im Monat darf man Schmerzmittel einnehmen, an mindestens 20 Tagen nicht.

Steigendes Alter ist kein Grund, ein sportliches Hobby an den Nagel zu hängen. Achten sollten ältere Sportler allerdings auf ihren Kreislauf. Anders als viele denken, bereiten weniger die Gelenke als vielmehr das Herz-Kreislauf-System im Alter Probleme. Prof. Christine Graf von der Deutschen Sporthochschule rät im „Senioren Ratgeber“ daher Sportlern ab 50 alle zwei Jahre zu einem Belastungs-EKG auf eigene Kosten. Für ältere Sportler ist die Regenerationsphase nach dem Training besonders wichtig, betont sie. Der Körper braucht länger, um sich wieder zu erholen.

Manche Menschen schrecken nachts hoch, weil sich ein Muskel verkrampft. Dem kann man vorbeugen, indem man die betroffene Körperpartie regelmäßig dehnt, rät die „Apotheken Umschau“. Wer häufig Wadenkrämpfe hat, streckt für die Dehnung das Bein aus und zieht die Zehenspitzen zum Körper. Kehren die Krämpfe dennoch wieder, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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