Brüssel – Neue Hürde für die von Bayer geplante Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto: Die EU-Kommission hat Vorbehalte gegen die 66 Milliarden US-Dollar schwere Mega-Fusion und will sie deshalb vertieft prüfen. Man sei besorgt, dass der Zusammenschluss der beiden Agrarkonzerne den Wettbewerb in einigen Geschäftszweigen schwächen könnte, erklärte die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager.
Der Leverkusener Konzern reagierte gelassen auf die Ankündigung. Bayer habe diesen Schritt aufgrund der Größe und des Umfangs der geplanten Übernahme erwartet, betonte das Unternehmen in einer ersten Stellungnahme. Gleichzeitig bekräftigte Bayer das Ziel, die Genehmigung der Kommission „bis Ende 2017 zu erhalten“. Dazu werde man weiter eng und konstruktiv mit der Wettbewerbsbehörde zusammenarbeiten. Diese hat nun allerdings 90 Arbeitstage Zeit für die vertiefte Prüfung, also bis 8. Januar 2018. dpa