Erstmals Handball total

von Redaktion

Sky zeigt die Bundesliga komplett – Öffentliche bei 20 Spielen dabei

Von Franko Koitzsch

Die neue Saison in der Handball-Bundesliga bietet einige Neuerungen. Größte Veränderung: die Übertragungen im Fernsehen. So viel Handball gab es noch nie im deutschen TV. Allerdings sind nicht alle kostenfrei.

-Wo laufen künftig die Spiele der Handball-Bundesliga?

Mit Beginn des neuen Spieljahres sind die Partien vor allem beim Pay-TV-Anbieter Sky sowie im geringeren Umfang bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF zu sehen.

-Kann man alle Partien pro Spieltag sehen?

Ja, Sky zeigt alle 306 Erstliga-Spiele live. Zum Vergleich: Bislang waren es bei Sport1 rund 55 Partien. Dafür ist der Erwerb des Sky-Sport-Pakets zu monatlich 19,99 Euro erforderlich. Darin enthalten sind auch die Handball-Champions-League sowie die Fußball-Champions-League und die Formel 1. Interessenten können auch Tages-, Wochen und Monatstickets zu zehn, 15 und 30 Euro erwerben.

-Gibt es feste TV-Zeiten?

Am Donnerstagabend (Vorberichte 18.30 Uhr/Spielbeginn 19 Uhr) werden vier Spiele übertragen, Sonntagmittag (12 Uhr/ 12.30 Uhr) weitere vier. Eine Partie wird am Sonntagnachmittag (15 Uhr) gezeigt. Daran schließt sich der Handball-Talk mit dem Sky-Experten Stefan Kretzschmar an (17 bis 18 Uhr). Am Sonntag werden die vier Spiele zusätzlich als Konferenz ausgestrahlt, wie es auch in der Fußball-Bundesliga üblich ist. Als Appetitanreger gibt es die erste Konferenz am 27. August im frei empfangbaren Kanal Sky Sport News HD kostenlos.

-Was zeigen ARD und ZDF?

Die ARD zeigt zwölf Spiele, vier davon im Ersten, darunter ein Halbfinale und das Finale der Pokal-Endrunde. Die anderen acht Spiele werden in den dritten Programmen ausgestrahlt. Das ZDF ist in erster Linie Nachverwerter und berichtet in seinen Sportsendungen sowie im Morgenmagazin.

-Was ändert sich noch?

Alle Bundesligisten erhalten einen einheitlichen Hallenboden. Damit sollen die TV-Bilder aus den Hallen angeglichen werden. Neu sind auch Bilder ohne Ton aus den Mannschaftskabinen; in den Auszeiten werden Interviews geführt. Bei Top-Spielen werden bis zu sieben Kameras eingesetzt.

-Was ist außerdem neu?

Die Abstiegsfrage und die Größe des Mannschaftskaders. Von dieser Saison an steigen nur noch zwei Teams aus der Bundesliga ab, nicht mehr drei. Der Kader pro Spiel darf aus 16 Spielern bestehen. Bislang mussten sich die Trainer auf 14 Profis beschränken. Die neue Regelung kommt insbesondere den international tätigen Top-Clubs entgegen.

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